Wascht weiter eure Hände!

Cold Flu Corona virus prevention

Abbildung von  PrawnyPixabay

Ich hoffe, ich bin nicht die einzige, die manche der Maßnahmen zur Vorbeugung einer Ansteckung mit Corona beibehalten will. Denn die Zahl der Krankmeldungen lag in den Monaten April und Mai 2020 auf einem Rekordtief, wie die Techniker Krankenkasse berichtet. Die Krankenversicherung führt die verbesserte Gesundheit auf die Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen zurück, die wegen der Corona-Pandemie eingeführt wurden. Dies zeigt, dass wir mit den Maßnahmen das Risiko, an einer Grippe zu erkranken, langfristig verringern könnten, was für mich sehr gut klingt.

Als das Virus im März 2020 Europa erreichte, stiegen die Krankheitsfälle in Deutschland zunächst dramatisch auf den höchsten Wert der letzten 20 Jahre (6,8 %, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum). Die Techniker Krankenkasse verbindet dies damit, dass Menschen vorsichtiger waren und sich auch bei leichten Erkältungssymptomen krankmeldeten.

Mit dem Lockdown im April sank der Krankenstand und erreichte im Mai 2020 den niedrigsten Wert seit 2006, nämlich 3,35 %. Die Krankenkasse berichtet, dass hauptsächlich Erkältungskrankheiten zurückgegangen sind. Obwohl Verletzungen auch seltener wurden, denn das Arbeiten von zu Hause verhindert Wegeunfälle.

Das Corona-Virus selbst hat nur geringe Auswirkungen auf die Zahl der Krankheitsfälle. Diese lag von März bis Mai zwischen 0,27 % und 0,64 % aller gemeldeten Krankheitsfälle.

Die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus haben also den zusätzlichen Vorteil, dass auch andere Krankheiten durch sie verhindert werden. Wäre es nicht schön, uns und andere vor den lästigen Erkältungen und der Grippe zu schützen, die uns im Winter wieder erwarten werden? Wir alle haben uns daran gewöhnt, regelmäßig unsere Hände zu waschen, unser Gesicht nicht zu berühren, in unsere Armbeuge zu husten. Man kann sich sogar an die Gesichtsmasken gewöhnen, natürlich nur, wenn die Temperatur unter 36 °C liegt.

Es wäre schön, dies auch nach dem Ende der Pandemie aufrechtzuerhalten. Geschäfte könnten einfach die Plexiglaswände stehenlassen, wir könnten weiterhin regelmäßig unsere Hände waschen und Räume regelmäßig belüften, wenn wir mit vielen Menschen drinnen sind. Wir könnten uns angewöhnen, uns gegenseitig mit einem höflichen Nicken zu begrüßen, so wie es in Japan üblich ist.

Wir könnten tatsächlich zu Hause bleiben, wenn wir eine normale Erkältung haben, um zu verhindern, dass sie sich an unserem Arbeitsplatz ausbreitet. Da die Home-Office-Richtlinien heutzutage liberaler sind, könnten wir einen “Ich bin nicht so krank, dass ich nicht arbeiten kann, aber ich möchte den Erreger nicht verbreiten” -Tag einführen.

So langsam halten sich immer weniger Menschen an die Corona-Regeln. Ich persönlich habe die Zeit genossen, in der die Leute um mich herum noch sehr vorsichtig waren. Es war sehr angenehm, ohne das Gedrängel im Supermarkt, in der Apotheke, in Restaurants oder in der Stadt. Abgesehen davon haben die Hygienemaßnahmen den zusätzlichen Vorteil, dass sie Erkältungen verhindern können. Wie wäre es also, wenn wir einige der Gewohnheiten der Corona-Pandemie beibehalten, sobald sich das Leben wieder normalisiert?


Quelle:

https://www.tk.de/presse/themen/praevention/niedrigster-mai-krankenstand-seit-10-jahren-2087312

Published by Katrin Heidemeyer

Katrin Heidemeyer ist Doktorandin im Bereich Biochemie an der Wageningen University and Research. Durch ihre Arbeit möchte sie das Wissen über die Spezifität von Hormon-Signalen in Pflanzen erweitern. Da ihre Interessen über Pflanzenbiologie hinausreichen, schreibt sie in ihrer Freizeit über diverse Themen. Von Ernährung zu Psychologie, der Neugierde sind keine Grenzen gesetzt.

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